Jahresbericht Swiss Surgical Teams 2008

Dr. med. Beat Kehrer, Teamleader Swiss Surgical Teams

Im Spital Nr.1 ist Thomas Böhlen (Burgdorf) mit dem Thema Schmerztherapie auf grosses Interesse gestossen. Besonders wichtig war die Unterstützung der Kinderchirurgie durch Beat Hanimann und Ernst Waidelich (St. Gallen) für die das junge lokale Team. Es war besonders dankbar dafür, da es über keinen wirklich erfahrenen Kinderchirurgen mehr verfügt. In der Geburtshilfe hat Gero Drack (St.Gallen) in einer zweiwöchigen Parforceleistung praktisch im Alleingang einen Sonografie-Kurs für Geburtshelferinnen erteilt.

Michel Gillet (Lausanne) und Warner van Maren (Aarau) haben im National Cancer Center (NCC) die bisherige Zusammenarbeit erfolgreich weitergeführt. Eine grosszügige Spende erlaubte uns zudem die apparative Ausrüstung des Operationsbereichs des NCC mit modernen Geräten zu ergänzen. Im Auftrag des SST leiteten M. Gillet und A. Rhode (Lyon) zusätzlich im September einen Kongress zum Thema Leberchirurgie und waren während dreier Wochen am NCC klinisch tätig.

Martin Oberholzer (Basel) wurde von der Health Sciences University of Mongolia mit dem Titel eines Ehrendoktors ausgezeichnet. Dank seinen Bemühungen konnte in der Mongolei ein eigenes Netzwerk für Telemedizin "MonTelNet" geschaffen werden. Er hat das Netzwerk im September vor Ort überprüft und weiter entwickelt.

Ausserhalb der Hauptstadt haben wir zwei Teams eingesetzt. Das Team Rotzer (Glarus) / Bärtschi (Zug) war zum zweiten Mal im Westen der Mongolei in Altai und Khovd aktiv. Ein zweites Team war erstmals unter der Leitung von Jörg Wydler (Aarau) in der Wüste Gobi, in Sajnshand, stationiert. SF1 hat in der Sendung 10vor10 über die Tätigkeit dieses Teams berichtet. Beide Teams sind zur Ausbildung des lokalen Operationspersonals mit je einer Operations-Fachfrau ergänzt worden. Im Rahmen eines Pilotprojektes der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie (SGC) konnten zudem je ein junger Chirurg/in integriert werden. Ziel dieses Projektes ist, junge Schweizer Chirurgen für die Arbeit in Entwicklungsländern zu begeistern und auszubilden.