Jahresbericht Swiss Surgical Teams 2003

Dr. med. Beat Kehrer, Teamleader Swiss Surgical Teams

Die ursprünglich geplante SST-Mission für die Zeit vom 12. Mai bis 1. Juni 2003 mit 12 Teilnehmern (4 Allgemeinchirurgen, 2 Urologen, 1 Kinderchirurg, 4 Anästhesisten) wurde kurzfristig wegen des Auftretens von SARS-Fällen in der Mongolei abgesagt. Allerdings war bereits im Februar ein Container abgeschickt worden, der das Material für den Aufbau eines Recovery-Rooms im Spital Nr.1 und im Cancer Center, sowie eine von privater Seite gespendete urologische Endoskopieausrüstung sowie eine Anzahl weiterer medizinischer Geräte (inkl. Ultraschallgerät) enthielt. Im Container waren auch vier Beatmungsgeräte, die auf Anfrage des mongolischen Gesundheitsministeriums für eine allenfalls notwendige Beatmung von SARS-Fällen freigegeben wurden. Um trotzdem den vorgesehenen Aufbau der Recovery-Rooms möglich zu machen, wurde ein reduziertes Team, bestehend aus dem Ingenieur Georges Masson und dem SST-Präsidenten Beat Kehrer nach Ulaanbaatar entsandt. Ebenfalls mitgereist waren die Ärzte Ch. Chanson und F. Irmay. Sie konnten während 2 respektive 3 Wochen zusätzlich operativ tätig sein und zwei Operationskurse durchführen, da sich in der Mongolei praktisch zeitgleich mit dem Eintreffen des Swiss Surgical Teams die Situation bezüglich SARS normalisiert hatte.

Im Herbst 2003 wurde schliesslich die Hauptmission mit zehn Ärzten nachgeholt. Sie führten rund 100 grosse Operationen durch und assistierten bei weiteren Eingriffen. Daneben wurden Patienten und Patientinnen zusammen mit den mongolischen Kollegen untersucht und beurteilt.

Wie in den vorangehenden Jahren wurde ein dreitägiger Kongress organisiert. Die SST-Mitglieder hielten Vorträge über die perioperative Behandlung von Patienten, die chirurgische Behandlung von Infektionen und zur Thorax- und Abdominalchirurgie. Erstmals beteiligten sich auch mongolische Kollegen an den Präsentationen.