Projekt Mongolei

Projektleiter Dr. med. Beat Kehrer

Die Mongolei war bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion während siebzig Jahren ein sozialistisch regierter Satellitenstaat. Davor gehörte das zentralasiatische Land - nach dem Zerfall des Mongolischen Reiches - zum chinesischen Kaiserreich. Seit 1992 ist die Mongolei eine demokratische Republik, die ihre Unabhängigkeit gegenüber ihren mächtigen Nachbarn zu bewahren versucht.

Das am dünnsten besiedelte Land der Welt besteht vorwiegend aus Steppen, Wüsten und Hochgebirge. Nur ein Zehntel des Bodens ist bewaldet, weniger als ein Prozent der Fläche kann landwirtschaftlich bewirtschaftet werden. Der Binnenstaat besitzt grosse Kupfer-, Gold- und Kohlevorkommen: Der Bergbau spielt - neben dem Dienstleistungssektor - eine wichtige Rolle in der mongolischen Wirtschaft.

Die Mongolei ist ein Entwicklungsland: Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Immer mehr Mongolen wurden in den vergangenen Jahren wegen der Überweidung und Erosion der Böden dazu gezwungen, mit der Tradition des Nomadentums zu brechen und in die Hauptstadt Ulaanbaatar zu ziehen. Dort wohnt mittlerweile rund die Hälfte aller Einwohner. Zu den Folgen dieses gesellschaftlichen Umbruchs gehören ein unkontrollierter Bauboom und eine grosse Umwelt- und Verkehrsbelastung in der mongolischen Hauptstadt.
 

Fakten zur Mongolei
Fläche: 1,56 Millionen km² (vierzigfache Grösse der Schweiz)
Einwohnerzahl: 2,65 Millionen
Hauptstadt: Ulaanbaatar (Gründungsjahr: 1639)
Lebenserwartung: 61 Jahre (Männer), 69 Jahre (Frauen)
Armutsrate: 36 Prozent (weniger als 1 Dollar pro Tag)
BSP pro Kopf: 2373 Dollar
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Politische Karte der Mongolei: