Swiss Surgical Teams, Mongolei 2006

Heniz Gschwind, Spitaltechniker

Der Röntgenraum der Maternité ist mit Schrott gefüllt. Der russische Kipptisch ist samt Generator ausser Betrieb. Sie versperren nur den Raum. Die Mammographie ist ein Kuriosum. Die verwendete Filmkassette ist nicht lichtdicht und es sind 2 (!) Folien eingelegt. Eine habe ich sofort entfernt ... Am Abend noch schnell in die Stadt. Schrauben, Unterlagsscheiben und Dübel organisieren. Ich überrede die Zuständigen, gleich mit der Montage der Reserveflaschenfüllstation zu beginnen. Es ist bereits 19 Uhr, aber der Verantwortliche für das Gasflaschendepot und der Mann mit der Bohrmaschine sind noch da. Am Schluss fehlt nur noch die Fixation der grossen Spenderflasche und ein Holzboden für die kleinen Flaschen. Aber immerhin...
 

Heute ist mein erster Einsatz im Cancer Center. Man sieht: Hier ist einiges moderner und auch besser ausgerüstet als etwa im Kinderspital. Hier steht ein weiterer defekter NIBP-Monitor. Ich führe einen Generalreset durch, und schliesslich funktioniert das Gerät wieder einwandfrei. Auffallend viele Netzstecker sind mangelhaft. Also beschaffen wir im nahe liegenden Supermarkt das nötige Elektromaterial. Ich stelle fest, dass es hier alles gibt. Aber warum nützen das die Mongolen nicht? 5 Dollar für 10 Stecker, und die Probleme mit den Wackelkontakten sind beseitigt. Nie mehr während einer Operation im Dunkeln stehen!

 

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